Die Umweltschutzverwaltung der Permer Region handelt
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Die kurze Charakteristik der Naturbedingungen der  Permer Region

Die Region Perm liegt im Nordosten der Osteuropäischen Ebene und auf den westlichen Abhängen des Mittel- und Norduralgebirges. Im Norden grenzt sie an die Republik Komi, im Westen an die Region Kirov und die udmurtische Republik, im Süden an die Republik Baschkortostan, im Osten an die Region Swerdlowsk. Von Norden nach Süden ist sie fast auf 600 Kilometer ausgedehnt; ihr Nordpunkt ist unter 61 ° 39 ' nördlicher Breite angeordnet, der südlichste unter 56 ° 06 ' nördlicher Breite. Von Westen nach Osten erstreckt sich die Region auf mehr als 300 Kilometer - von 53 ° 43 ' bis zu 59 ° 39 ' östlicher Länge. Die Fläche der Region Perm beträgt 127.5 tausend Quadratkilometer. Sie gehört zu den Regionen mit hochentwickelter Industrie. Besonders enrwickelt sind die Schwerindustrien wie der Maschinenbau, die Chemie- und Holzwirtschaft; entwickelt sind auch die Rohstoffgewinnungsindustrie (Holz, Erdöl, Mineralrohstoff) und die Leichtindustrie. Die Region verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur: Schiffsverbindungen, Eisenbahnlinien, Strassennetz und Rohrleitungstransport. Was die Landwirtschaft betrifft, sind die Viehzucht und der Getreideanbau besonders entwickelt. Im Jahre 1999 sah die Struktur des Bodens so aus (Zustand und  Umweltschutz …, 2000): mit dem Wald bedeckter Boden des staatlichen Waldfonds bildete 52,8 % zusammen; landwirtschaftlicher Nutzboden – 28,7 %; Wasser – 2,2 %; Strassen, Industrie, Verbindungen – 0,7 %; Siedlungen – 3,2 %; Waldboden ohne Wald – 6 %; Boden des Vorrates – 4,2 %; Boden der besonders geschützten Naturgebiete – 2,2 %.

Westlicher Teil der Region Perm liegt innerhalb des östlichen Randes der Osteuropäischen Plattform, die eine grosse Struktur der Erdkruste ist. Ihr Fundament besteht aus stark umgebildeten Sediment- und Magmagesteinen, die in Gneise und  Kristalschiefer umgewandelt sind und die zur archaiosen und unterproterosoischen Perioden gehören. Das Fundament der Plattform ist auf die Tiefe von  mehr als 1 km gesenkt; es ist mit der sedimentären Decke abgedeckt.

Im Westen der Region gibt es  in der Submeridiansrichtung grosse Ablagerungen,  die dem tatarischen Rang der oberen Abteilung des permischen Systems zählen. Im Oberteil bestehen sie aus rötlichem , rosigem und graulichem Ton. Das sind Sandablagerungen mit Mergel und Kalkstein. An einigen Stellen kommen die Sandsteine auf die Oberfläche, was zur Bildung von nach dem mechanischen Bestand leichten Böden führt.
Östlicher gibt es Ablagerungen, die dem kasanischen Rang der oberen Abteilung des permischen Systems zählen. Diese Ablagerungen bestehen aus rotbraunem und braunem Mergelton mit grauen und grüngrauen Sandsteinen. Manchmal  trifft man hier Konglomerate und kleine Zwischenlagen von Kalkstein und rosigbraunem Mergel. Der Ton ist stark verdichtet; oft dient er als Brett für das Grundwasser.

Östlicher des kasanischen Ranges befindet sich das Karbonat- und Sulfatlager des kungurischen Ranges der unteren Abteilung des permischen Systems. Es besteht aus Kalkstein, Dolomit, Gips und Anhydrit.

Noch östlicher gibt es Gesteine des artinischen Ranges der unteren Abteilung des permischen Systems. Diese Ablagerungen bestehen aus blättrigen Karbonaten.

In der Vorgebirgs- und teilweise Gebirgszone des Uralgebirges gibt es Kohlen- und Devonablagerungen. Devon besteht aus teilweise lehmhaltigen Karbonat- und Terrigengesteinen. An einigen Stellen sind Sedimentgesteine des vendischen Systems des oberen Proterozoikum zu betrachten.
Für die Bergzone des Uralgebirges sind innerhalb der Region vorzugsweise die Umwandlungsgesteine typisch. In einigen zentralen und nordwestlichen Bezirken der Region sind Gesteine von Mesozoikum, der paläo- und jungtertiären Ära  verbreitet.

Die obengenannten Gesteine sind von Quartärablagerungen abgedeckt, deren obere Schichten bodenbildende Bergmutter sind. Dazu gehören eluvialer und deluvialer Ton und Lehm, fluviaglazialer, alluvialer Sand, See- und Gletschersand, Lehmboden und Eluvium.

Das Gelände der Region ist sehr vielfältig. Westlicher Teil (ungefähr 75 % des Territoriums) liegt am nordöstlichen Rand der Osteuropäischen Plattform und an Voruraler Durchbiegung; hier wiegt flaches und tiefebenes Gelände vor. Östlich sind westliche Abhänge des südlichen Teils des Norduralgebirges und nördlichen Teils des Mitteluralgebirges.

Innerhalb der Permer Region auf der Osteuropäischen Russischen Ebene wählt man drei geomorphologische Bezirke. Das sind Norduvaly, die Verchnekamskaja Erhöhung und die Tulvinskaja Erhöhung.

Nur der westliche Teil von Norduvaly befindet sich auf dem Territorium der Permer Region im Nordosten des Tscherdynskij Bezirkes. Die mittleren absoluten Höhen übersteigen 220 - 240 m nicht. Das Gelände ist schwachhügelig. Leicht hügelige Wasserscheiden gehen allmählich in abschüssige Abhänge über, die zu den breiten Flusstälern hinuntergehen. In der Morphologie der Oberfläche spielen fluviaglaziale Ablagerungen der Epoche der maximalen Vereisung, die hauptsächlich aus Geschiebelehmböden mit Rollstein bestehen, eine wesentliche Rolle. Einige Teile von Norduvaly sind stark versumpft.

In der Region befindet sich nur der westliche Teil der Verchnekamskaja Erhöhung. Die mittleren absoluten Höhen betragen von 240 bis zu 280 m. Für das Gelände sind leicht hügelige Wasserscheiden und ziemlich durchschnittene Flächen an den Flusstälern typisch. Hier sind die Spuren der maximalen Vereisung geblieben, die mit im Nordteil der Erhöhung vorhandenen Lehmböden mit Rollsteinen vertreten sind. Die Senkungen sind an vielen Stellen versumpft. Eine unmittelbare Fortsetzung der Verchnekamskaja Erhöhung ist im Südosten die Ochanskaja Erhöhung, deren Gelände stark durchschnitten ist. Die mittleren absoluten Höhen sind 220 - 240 m, der höchste Punkt ist 327 m.

Die Tulvinskaja Erhöhung liegt im Gebiet zwischen den Flüssen Kama, Sylva und Iren und ist von der Ochanskaja Erhöhung durch das breite Tal von Kama abgetrennt. Im Zentrum ihres östlichen Teils gibt es die höchsten Spitzen mit der Höhe von 402 - 446 m. Obwohl die Tulvinskaja Erhöhung viel höher als die Ochanskaja Erhöhung ist, steht sie der letzten an der Zergliederung nach. Die Tulvinskaja Erhöhung ist praktisch nicht versumpft. In der südwestlichen Richtung wechselt die Tulvinskaja Erhöhung mit der welligen Bujskaja Ebene mit der bis zu 250 - 150 m herabgesetzten Oberfläche. Infolgedessen sieht das Gelände leicht wellig und manchmal fast ausgerichtet aus.

Das Vesljanskaja Tiefland trennt Norduvaly von der Verchnekamskaja Erhöhung. Seine mittleren absoluten Höhen betragen 140 - 150 m. Es gibt schrittweisen Übergang von ihm zu den umgebenden Erhöhungen.  Fast überall ist das Vesljanskaja Tiefland mit Quartärablagerungen bedeckt. Das sind zum Beispiel alluviale-, fluviaglaziale-, Sumpftorf- und Gletscherablagerungen. Das Tiefland ist stark versumpft, es wiegen die Ober-und Übergangssümpfe vor.

Innerhalb der Voruraler Durchbiegung, die östlicher des Randes der Osteuropäischen Plattform liegt, gibt es drei geomorphologische Bezirke: Die Priuralskaja Depression, die hochgelegene hügelige Priuralskaja Ebene, die Ufimer Hochebene mit der Sylvagebirgskette.

Die Priuralskaja Depression stimmt mit dem westlichen Grenzgebiet der Voruraler Durchbiegung und dem Gebiet, das zwischen ihr und der Osteuropäischen Plattform liegt. Dass die gut geäusserte grosse Längsdepression im mittleren Teil des Gebietes vorhanden ist, spielt es eine grosse Rolle für die Morphologie des Flussnetzes. Dank der Depression mit der umfangreichen Tiefebene und schwacher Dränage entstanden hier die günstigen Bedingungen für die überschüssige Befeuchtung, was seinerseits eine starke Versumpfung verursachte, besonders im Nordteil des Gebietes, wo die grössten Sümpfe angeordnet sind.

Die hochgelegene hügelige Priuralskaja Ebene liegt  zwischen der Priuralskaja Depression und den Abhängen des Uralgebirges. Für das Gelände ist eine grosse Zahl von Hügeln typisch, wobei die Größen und die Orientierung von Hügeln sehr vielfältig sind. Die mittleren absoluten Höhen betragen 200 - 250 m, die höchsten - bis zu 350 - 380 m. Die Hauptrolle in der Bildung des Geländes spielte die Flusserosion, unter derer Wirkung die Fläche die moderne Gestalt bekam. Innerhalb dieser Ebene sind Karstformen des Geländes z.B. die Trichter, viele von denen mit Wasser gefüllt und zu Seen geworden sind, breit entwickelt.

Nur der Nordteil der Ufimer Hochebene liegt in der Region Perm. Diesen dem Tal des Flusses Sylva entlang ausgerichteten Teil nennt man Sylvenskij Krjash, d.h.  Sylva-Gebirgsstock. Das Gelände der Hochebene ist insgesamt flach und an einigen Stellen hügelig. Obwohl seine Erosionszergliederung tief ist, ist sie aber selten und an einigen Stellen mit Karstprozessen verbunden. Die Hochebene ist vorzugsweise aus den Kalksteinen des artinischen Ranges und auch aus den Dolomiten und den Gipsen des kungurischen Ranges zusammengelegt. Ihre Höhen betragen innerhalb der Region 300 – 350 m. Der Maximalwert beträgt  403 m. In der Nordrichtung sinken die Höhen und erreichen fast überall in Sylvenskij Krjash 280 - 300 m nicht.

Im östlichen Teil der Region sind die westlichen Abhänge des Uralberglandes. Innerhalb des Uralgebirges wählt man auch drei geomorphologische Bezirke: die Hügel des westlichen Abhanges Uralgebirges; die mittelgrossen Berge des Norduralgebirges; die niedrigen Berge des Mitteluralgebirges.
Die Hügel des westlichen Abhanges Uralgebirges überqueren die Region von dem Überlauf des Flusses Kolva im Norden bis zu Quellen des Flusses Barda  im Süden. Diese Zone ist im Norden mehr als 100 km breit und verengert sich im Süden bis 50 km in der  Breite. Die absoluten Höhen betragen 400 - 450  m, nur einige  Spitzen sind 700 - 750 m hoch. Die Höchstspitze heisst Pomjaneny Kamen (Pomjaneny Stein) und beträgt 780 m. Eine grosse Rolle in der Bildung des Geländes spielte der Bestand des Gesteins. Die höchsten Hügel bestehen aus den beständigsten gegen die Verwitterung Gesteinen: Quarzkonglomeraten, Sandsteinen und einigen anderen. Die Kalksteine sind im Gegenteil für viele Vertiefungen charakteristisch. Viele Stellen sind verkarstet. Die Mehrheit der grossen Flüsse durchfliesst tiefe Täler (bis zu 150 m und mehr) mit steilen Abhängen; nicht selten sind die Uferfelsenwände - bis zu 70 m und mehr.

Die mittelgrossen Berge des Norduralgebirges befinden sich im Nordosten und im Osten der Region. Hier liegen  alle Höchstgebirgsketten und Bergmassive der Region, ein Teil von denen erreicht die Höhe von mehr als 1000 m über dem Meeresspiegel. Die höchsten sind die Berge Vogulskij Kamen (Vogulskij Stein, 1066 ì),  Belyj Kamen (Weissstein, 1086 m),  Ojka-Tschachl  (1322 m), Ischerim (1331 m), die Gebirgsketten Muravjinyj Kamen (Ameisenstein, 1351 m), Tulymskij Kamen (Tulymer Stein,1469 m). Die Bergmassive haben verschiedene Gipfel: von flachen bis zu spitzen. Mehr charakteristisch sind flache Gipfel. Für das Gelände sind zahlreiche Bergterrassen typisch, die wie grosse Stufen auf den Bergabhängen aussehen. Viele Bergmassive steigen höher als die Waldzone hinauf und sind dort oft mit Steinseifen bedeckt.

Die Grenze zwischen Nord- und Mitteluralgebirge zieht man üblich bald dem südlichen Fuss des Berges Kosjvinskij Kamen (Kosjvinskij Stein) bald dem südlichen Fuss des Berges Osljanka entlang. Mehr begründet ist der Standpunkt von Matveev A.K. (1984): die südliche Grenze des Norduralgebirges liege dem südlichen Fuß des Berges Katschkanar  (878 m) entlang, da gerade mit diesem Berg der Gürtel von den Hochgebirgen beendet wird und das niedrigbergige Mitteluralgebirge seinen Anfang nimmt. Seine Spitzen erreichen die Höhe von 800 m nicht. In diesen Grenzen gibt es auf dem Territorium der Region nur einen kleinen Teil des Berggürtels, dessen Hauptteil sich in Swerdlowsker Gebiet befindet

Das Gelände des Mitteluralgebirges ist mehr hügelig als bergig. Die Bergabhänge sind üblich abschüssig mit konvexem querlaufendem Profil im Oberteil und konkavem am Fuss. Die Spitzen haben öfters unebene Oberflächen. Sogar die höchsten Berge überschreiten die obere Grenze der Waldvegetation nicht.

In hydrologischer Beziehung sehen die Grenzen der Region ganz natürlich aus, da sie meistens mit den wichtigsten Wasserscheiden der Flüsse des europäischen Teiles Russlands übereinstimmen. Im Osten liegt die Grenze im Uralgebirge, das die wesentliche Wasserscheide zwischen Europa und Asien ist. Norduvaly im  Nordwesten der Region ist ein Teil der Grenze zwischen dem Einzugsgebiet des Kaspischen Meeres im Süden und der Barentssee im Norden. Die westliche Grenze der Region geht durch die Verchnekamskaja Erhöhung, die auch die Wasserscheide zwischen den Flüssen ist, welche in den Fluss Kama im Ober- und Mittellauf und auch in den Fluss Vjatka münden.

Zum herabgesetzten zentralen Teil der Region gehört das Tal des Frlusses Kama, das sich von Norden nach Süden ausgedehnt hat. Von den hochgelegenen Grenzgebieten der Region fliessen hierher zahlreiche Nebenflüsse und bilden fast geschlossene natürliche Region, die Permer Prikamje genannt wird.

Nach der Klassifikation von Komlev A.M. und Tschernyh Å.A. (1984) gibt es in der Region zwei grosse (Kama und Tschusovaja), 40 mittlere und etwa 29 000 kleine Flüsse; 1400 von denen haben die Länge über 10 km.

Zur Zeit gliedert man den Fluss Kama in Zusammenhang mit dem hydrotechnischen Bau innerhalb der Region in zwei Teile – die Obere Kama (von der westlichen Grenze der Region bis zur Mündung des Flusses Wischera) und die Mittlere Kama (Kama- und Votkinsker Stauseen bis zur Mündung des Flusses Siva).

Die Ufer der Oberen Kama sind grösstenteils niedrig, versumpft, mit vielen Seen an Flussniederung. Im Sommer in seichter Periode wiegen die Tiefen 1 – 1,5 ì vor; maximal erreichen sie 5 - 6 m. Die Breite des Flusses beträgt von 80 bis zu 250 m.

Der Bau der Kama (1953) und Votkinsker (1961) Wasserkraftwerke, die das Niveau des Wassers an den Dämmen um 21 - 23 ì steigen gelassen haben, führte zum Aufstieg des Wassersniveaus in den Nebenflüssen, die in die Kama höher der Dämme münden, und zur Überschwemmung von Flussniederungen, was  die Änderung des Grundwassersniveaus in den stauseennahen Gebieten verursachte. Unter anderen Folgen sind diese zu nennen: es hat sich die Windunruhe gestiegen; die Schluchterosion ist zugenommen, die Ufer werden zerstört und umgestaltet, es gibt Grundwasserhebungen und Versumpfungen, die vom Aufstieg des Grundwassersniveaus verursacht werden.

Die meisten Nebenflüsse der Kama sind typische Flachnebenflüsse. Das sind alle Rechts- und einige Linksnebenflüsse (die Südliche Keltma, die Tulva, die Sajgatka). Für sie sind ruhiger Lauf,  gewundenes Flußbett mit zahlreichen Mäandern, Durchflüssen charakteristisch; in Flussniederungen gibt es Seen. Die Linksnebenflüsse, die ihren Anfang im Uralgebirge nehmen, sehen in den Oberläufen wie typische Bergflüsse mit schnellem Lauf, Sandbänken und  Schwellen aus, aber auf der Ebene verlieren sie ihren Bergcharakter. An vielen Flüssen gibt es Teiche; etwa 50 von denen  waren vor 150 - 200 Jahren  bei den altertümlichen Uralwerken  (nach Iwanowa, Neulybina, Tschernyh, 1984) bespannt.

Es gibt auf dem Territorium der Region etwa 800 Seen mit der Fläche von mehr als 0,01 km². Das sind der Herkunft nach meistens Auenseen. Nichtauenseen befinden sich hauptsächlich in Karstbezirken und sehen wie „Untertassen“ aus, die mit Wasser  während der Schneeschmelze ausgefüllt werden. Ein Teil von Nichtauenseen vorwiegend im Norden und im Nordosten der Region liegt in Niederungen (Matarsin, 1959). Die grössten Seen sind  Tschusovskoje (19,4 km²), Bolschoj Kumikusch (17,8 km²), Novoshilovo (7,12 km²).

Eine grosse Rolle in der Klimagestaltung spielt in der Region Perm das Uralgebirge, das die feuchten vom Atlantik kommenden Luftmassen aufhält. Die Besonderheiten des Regionsgeländes verursachen bedeutende klimatische Unterschiede in verschiedenen Bezirken. So in den östlichen Bezirken, die dem Uralgebirge entlang angeordnet sind, gibt es jährlich um 100 - 200 mm mehr Niederschläge im Vergleich zu westlichen und sudlichen Bezirken. Die frostfreie Periode dauert hier um 30 - 40 Tage weniger, und die Dicke der Schneedecke ist grösser usw.

Das Klima der Permer Region ist kontinental mit kalten langen Schneewintern und warmen kurzen Sommern.  Die Werte des kontinentalen Klimas sind hier nach Iwanow N.N. im Norden der Region 2 °, 5 - 3 °, 0, und im  Süden - 4 °, 0 - 4 °, 5.

Die monatliche Durchschnittstemperatur der Luft liegt im kältesten Monat Januar bei  –18,9 ° im Norden und bei -14.9 ° im Süden der Region. Absolutes Minimum, das auf dem Territorium der Region während der ganzen Beobachtungsperiode registriert wurde, beträgt -54 °. Zugleich kann sich die Temperatur an einigen Tagen sogar im Januar bis zu den positiven Werten (von 1,8 ° im Norden bis zu 3,0 ° im Süden) erhöhen. Aber wegen der dicken Schneedecke führt dieses Tauwetter sogar im Süden der Region zur Schneeschmelze nicht.

Der wärmste Monat in der Region ist der Juli. Seine Temperatur ändert sich von 14,8 ° Ñ im Nordosten bis zu 18,7 ° Ñ im Südwesten. Die höchsten Temperaturen liegen im Norden bei 31 - 34 ° Ñ, im Süden bei 38 - 40 ° Ñ. Aber in einigen Jahren sind auch im Juli in der Nordhälfte der Region die Nachtfröste mit der Temperatur von -1 ° bis zu -4 ° möglich.

Die frostfreie Periode dauert in der Region durchschnittlich 80 - 120 Tage: im Norden länger als im Süden. Die Summen der positiven durchschnittlichen Tagestemperaturen machen im Laufe der Zeit mit der Temperatur höher als 10 ° C  von 1250 - 1300 ° in Nordosten bis 1950 - 2000 ° im Südwesten der Region zusammen.

Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 450 - 600 mm im flachen Teil der Region und 700 – 1000 mm im Vorgebirge und in mittelhohen Bergen des  Norduralgebirges. 350 - 500 mm der ganzen Menge fallen in der warmen Periode des Jahres. Das Maximum der Niederschläge fällt auf Juli (im Süden) - August (im  Norden der Region). Die wenigsten Niederschläge gibt es in der Winterjahreszeit besonders im Februar und im März.

Die Bildung der standfesten Schneedecke geschieht im Norden der Region am Ende der dritten Dekade des Oktobers, im Süden in der ersten Dekade des Novembers. Die Schneedecke liegt im Norden durchschnittlich 180 - 190 Tage, im Süden 170 - 180 Tage. Die mittlere Höhe der Schneedecke ist in verschiedenen Bezirken der Region nicht gleich. Im Vorgebirge und in Bergbezirken beträgt sie 100 cm und mehr, während in westlichen und südwestlichen Bezirken 60 - 80 cm, und in schneearmen Wintern weniger als 60 cm. Die Zerstörung der standfesten Schneedecke beobachtet man im Norden der Region am Ende der dritten Dekade des Aprils, im Süden in der zweiten Dekade des Aprils.

Die jährliche Durchschnittsgeschwindigkeit des Windes erreicht 3 - 6 m/sek. Die Mindestgeschwindigkeiten fallen auf die Sommermonate. Die grössten Windgeschwindigkeiten werden im März/ Mai und im Oktober/ November beobachtet. Die vorwiegende Windrichtung ist südwestliche und westliche.

Auf dem Territorium der Region beobachtet man im Zusammenhang mit der Verschiedenheit von den bodenbildenden Muttergesteinen, der Vielfalt von topografischen Bedingungen und der Pflanzenwelt die grosse Buntheit von Böden.

In den nördlichen Bezirken (Gajnskij, Kotschevskij, Kosinskij, Tscherdynskij, Usolskij und auch im Westteil von Solikamskij Bezirk) bildeten sich auf den relativ mit Basen armen bedeckten Letten und Lehmen die Podsolböden und auch teilweise die Böden von moorpodsoligen und moorigen Typen.
In den Zentral-und Südbezirken sind auf den eluvial-deluvialen Letten und Lehmen, die im Vergleich zu den bedeckten Sedimenten reicher an Basen sind, die podsoligen Rasenböden abgebildet.

Allgemein aber  öfters in den Zentral-und Südgegenden der Region haben sich auf den Kalkmuttergesteinen die podsoligen Rasenböden entwickelt. In den gesenkten Geländeteilen bildeten sich unter dem Einfluss der mineralisierten Grundwässer die dunkelfarbigen Böden der Gleyrasenart.
Im Vorgebirge und in den Bergen des Uralgebirges entstanden auf dem Territorium der Region Perm auf den Eluvien der Muttergesteine die Bergwald-, Bergwiesen- und Bergtundraböden.

Eine besondere Stelle nehmen die Böden der insularen Kungurer Waldsteppe  (Ordinskij, Suksunskij, Uinskij, Oktjabrskij, teilweise Kungurskij und Berjozowskij Bezirke) ein: die podsoligen und in geringer Menge ausgelaugten Schwarzerden wie auch die dunkelgrauen, grauen und hellgrauen podsolierten Waldsteppenböden.
Auf dem ganzen Territorium der Region sind in den Flussniederungen  die alluvialen Rasenböden verbreitet und an Flanken und Boden von den Hohlwegen, Schluchten, in den Auen der kleinen Flüsse, auf den Steilhängen der Anhöhen und Flusstäler befinden sich fortgeschwemmte und eingespülte Böden wie auch Rohböden.

Eine anschauliche Vorstellung über die meiste Bodenverbreitung durch das Territorium der Region gibt die von Korotaev N. J.  zusammengestellte Bodenzonenkarte (Bild 1).

Aufgrund der Ungleichartigkeit der Geländeform, des Klima, der Böden, hydrologischer und geomorphologischer Bedingungen ist das Florenreich der Region Perm ziemlich verschiedenartig, was die Möglichkeit gibt auf ihrem Territorium 6 botanisch-geographische Zonen (Bild 2) auszugliedern.

Die Tannen- und Fichtenwälderzone der Mitteltaiga nimmt den nördlichen und nordwestlichen Teil der Region ein; ihre Südgrenze geht nach der Linie Yurla-Solikamsk; die Östliche -  nach der Linie Aleksandrovsk- Krasnovischersk. Die Wälder der Mitteltaiga sind durch den einfachen Aufbau des Holzbestandes charakterisiert; die Buschschicht fehlt überhaupt oder ist  sehr schwach entwickelt; die Feld- und Moosschichten sind ziemlich gut entwickelt. Breitblätterige Elemente sind schwach vertreten. Innerhalb der Zone zeichnen sich bedeutend zwei Unterzonen aus – eine mit den überwiegenden Nordeuropäischen Kiefern- und Fichtenwäldern und eine mit den vorherrschenden Kamsker-Petschjorsker- Westural Tannen– und Fichtenwäldern. Insgesamt betragen die waldbedeckten Erden in der Zone mehr als 85%.

Die Tannen – und Fichtenwälderzone der Südtaiga liegt im Zentrum der Region; im Norden grenzt sie an die Zone der  Tannen- und Fichtenwälder der Mitteltaiga; die Südgrenze geht nach der Linie Bolschaja Sosnova – Krasnokamsk – Dobrjanka – Lysva; die Ostgrenze: Aleksandrovsk – Lysva. Die Wälder der Südtaiga sind der Struktur nach komplizierter als die Mitteltaigawälder; für diese sind die Vorherrschung im Holzbestand und im Unterwuchs von borealen und teilweise nemoralen Arten, die Koexistenz der borealen und nemoralen Arten in der  Feldschicht, eine bedeutende Vergrößerung der Grasrolle im Vergleich zu den Zwergsträuchen und die Überwiegung von Graswaldtypen charakteristisch; die Moosdecke ist nicht mächtig und nicht dicht. Diese Zone gehört zu Kamsker- Petschjorsker Westuralunterprovinz der Ural-Westsibirien-Taigaprovinz. Man unterscheidet hier zwei Unterzonen: in der ersten überwiegen die landwirtschaftlichen Flächen ( 25-50% der Fläche), in der zweiten - Espen- und Birkenwälder an Stelle von Dunkelnadelbäumen der Südtaiga (die landwirtschaftlichen Flächen besetzen 6-10 %). Die waldbedeckten Erden in der ersten Unterzone bilden 35-55%, in der zweiten – 75-85%.

Die Zone der breitblättrigen Fichten- und Tannenwälder liegt im südlichen Teil der Region; im Norden grenzt sie an die Zone der Fichten- und Tannenwälder der Südtaiga; die Ostgrenze geht der Linie Lysva – Kordon entlang. Die Struktur der Wälder ist hier am meisten kompliziert. Sie zeichnen sich durch die Koexistenz von borealen und nemoralen Arten im Holzbestand und die Überwiegung der letzten im Unterwuchs und in der Grasschicht aus. Die Holzschicht besteht aus 2-3 Subschichten, dabei bilden den Grund der zweiten und der dritten Schichten die breitblättrigen Holzarten ( die Winterlinde, seltener die Bergulme, der Spitzahorn, die Flatterulme und die Sommereiche). Die Buschschicht ist in der Regel gut entwickelt. Die Grasdecke ist gewöhnlich dicht, hoch und besteht aus 3-4 Subschichten; einen bedeutenden Anteil nehmen dabei Farnen und Hochstauden ein; die Zwergsträuche fehlen fast. Die Moosdecke ist schwach entwickelt; üblich ist  sie für Gegenden mit den Dunkelnadelbäumen. Von Norden nach Süden geschieht  der Wechsel von zwei subzonalen Gemeinschaftsgruppen – der komplizierten Fichtentannen-Nemoralkräutiger und der breitblätterigen Tannenfichten-Nemoralkräutiger selbst. Ihre Grenze trägt einen allmählichen Charakter, der durch die landwirtschaftliche Tätigkei des Menschen vertuscht ist; sie geht nach der Linie Tschastye - Osa – Uinskoe. Die walbedekten Erden bilden hier 30- 45%, die landwirtschaftlichen – 35-55% der Gesamtfläche.

Die Zone der insularen Kungurer Waldsteppe befindet sich in der Zone der breitblättrigen Tannenfichtenwälder und liegt im Zwischenstromland der Flüsse Sylva und Iren. Kleine Waldinseln sind nur auf den Hügeln geblieben. Das sind vorwiegend die Birken- und Espenwälder mit der Beteiligung von Linden und Bergulmen nemorale  Graswälder und Kiefernwälder mit sibirischen Lärchen, oft mit Linden im Unterwuchs, die Vorgebirgsgraswälder. Für die hohen Urflussufern sind die Kalkablagerungen typisch, die man «Steine» nennt und die sich mit den Wiesen- und Waldpflanzen bedeckten Berasungsstrecken abwechseln. Die Waldsteppestrecken sind sowohl auf den ausgeglichenen Wasserscheiden als auch auf den Hügeln vorhanden.
Die Zone ist stark bearbeitet, die Landwirtschaftsflächen nehmen 40-55% der Gesamtfläche ein, dabei die waldbedeckten Flächen betragen nur 10-20%.

Die Zone der Vorgebirgs-Fichtentannen- und Tannenfichtenwälder der Mittel- und Südtaiga liegt im Osten der Region, im Vorgebirge des Nord- und Mitteluralgebirges. Die Vorgebirgswälder der Mitteltaiga unterscheiden sich von den Flachwäldern durch eine grosse Menge von Fichten und  Zedern (sibirischen Kiefern), das Vorherrschen der Gräser unter den Zwergsträuchen und die grosse Verbreitung von den Graswäldern, besonders den Farnwäldern. Die Vorgebirgswälder der Südtaiga charakterisieren sich durch die grössere als im Tal Beteiligung von den nemoralen Arten und die grössere Vielfalt der Graswaldtypen.

Hier kommen besonders die sibirischen Arten vor und die Beimischung von Lärchen und Zedern ist auch typisch. Die Grenze zwischen den Mitteltaiga- und Südtaiga-Vorgebirgswäldern erstreckt sich nach der Breite der Stadt Solikamsk. Insgesamt ist das eine Waldzone (waldbedeckte Erden nehmen 85-95% der Gesamtfläche ein), aber die Wälder wie auch im Ganzen in der Region waren intensiv abgeholzt, deshalb sind bedeutende Gegenden mit den sekundären Birken- und gemischten Wäldern bedeckt. Die meist hohen Berge der Zone (der Berg Osljanka - 1119 m, der Berg Mittelbassegi - 994 m, der Berg Zolotoj Kamen (Goldstein) - 892 m, Pomjanenyj Kamen - 780 m und einige andere) besitzen eine ausgedrückte Zonierung mit  der Pflanzendecke, die für das Gebirge der Nord- und Mitteltaiga-Bergwälderzone typisch ist. Die Wiesen (meist sekundäre) gibt es nicht viel, sie besitzen nicht mehr als 0,5-1.5% der Gesamtfläche. Ungeachtet dessen, dass es hier mehr Niederschläge als in den Regionen der Mittel- und Südtaigawälder gibt, ist der Versumpfungsgrad hier niedriger (Torfmoore nehmen 1-2% der Gesamtfläche ein). Das durchgeschnittene Gelände und auch eine grosse Menge von den grossen und kleinen Flüssen verhindern die Versumpfung. Änlich mit der Zone der Kungurer Waldsteppe finden hier eine große Verbreitung die Kalkablagerungen («Steine»), die sowohl an den steilen Flussufern als auch in den großen Hohlwegen vorhanden sind.  Die Landwirtschaft ist schwach entwickelt; der Anteil der in der Landwirtschaft benutzten Flächen ist nicht höher als 2,5%.

Die Zone der Nord- und Mitteltaiga-Zeder-Tannenbergwälder besitzt keine große Fläche im Nordosten der Region und liegt völlig innerhalb des Krasnowischersker Bezirks. Die Besonderheiten der Bergwälder bestehen in der Auslichtung ihrer Holzschicht, in ständiger Naturbeimengung der Moorbirke, dem Vorhandensein von Zeder. Der Unterwuchs ist licht und arm von Arten. In der Feldschicht überwiegen hypoarktische und boreale Arten, es gibt arktoalpine Pflanzen, typisch ist die Vorherrschung von den Zwergsträuchen, die Artenvielfalt ist nicht gross. Die Moosdecke ist mächtig, an einigen Stellen wird sie mit den Strauchflechtenhaufen unterbrochen. Die Grenze zwischen den Nord- und Mitteltaigabergwäldern geht nach der Breite von Wels. Auf den hohen Gipfeln des Uralgebirges liegen die Bergtundrainseln mit erhöhter Beteiligung von den arktoalpinen Arten in Verbindung mit den Kursten- und Laubflechtengemeinschaften, auch die Tannen- und Birkenkrummholzbestände, die  die Hoch- und Kleingras-Voralpenwiesen einschließen. In der Zone befinden sich die höchsten Berge der Region Perm, eine Reihe von denen hat die Höhe von mehr als 1000  m über dem Meeresspiegel, deshalb ist hier die Zonierung gut ausgeprägt.

Zur Tierwelt der Permer Region gehören 62 Arten der Säugetiere, 270 der Vögel, 42 der Fische, 6 der Reptilien und 9 der Amphibien. Viele von denen sind Objekte der Gewebe- und Amateurjagd und des Fischfanges.

Der landschaftlichen Vielfalt nach kann die Region Perm in die Gruppe der meist im physisch-geographischen Sinne interessanten Regionen Russlands eingeschlossen werden. Auf den relativ kurzen Abständen geschieht hier in der Richtung von Osten nach Westen ein schneller Wechsel von den Mittelgebirgslandschaften, die mit den meridiansartig ausgedehnten Bergrücken mit Alpenformen des Geländes vertreten sind, mit den versumpften und durch mittelhoche Erhebungen aufgeteilten Flachtiefebenen. Die Bergtundren, die sich in den Zwischenbergsatteln des Norduralgebirges befinden ( der Bergrücken Tulymskij Kamen, der Berg Ischerim, der Bergrücken Olhowotschnyj und andere), wechseln sich auf den niedrigeren Geländeständen mit den alpinen Bergwiesen, dem Birkenkrummwald, der ziemlich schnell in die Taigabergwälder übergeht.

Auch so kontrastierend sind die Landschaftsübergänge auch von Norden nach Süden. Ist der Norden des Flachteiles der Region Perm mit den Landschaften der Mitteltaiga (ungefähr bis zur Breite der Stadt Solikamsk) vertreten, so bilden seinen Zentralteil schon die Landschaften der typischen Südtaiga, die allmählich (ungefähr von der Breite der Stadt Osa) mit den Landschaften der Untertaiga (mit den breitblättrigen und Nadelwäldern) zu wechseln beginnen.

Eine einmahlige Erscheinung für den ganzen Waldbestand von Prikamje ist das Vorhandensein im südöstlichen Teil der Region einer „Landschaftsinsel“ des Waldsteppentyps (die Kungurer Waldsteppe), die im nördlichen Randgebiet der Ufimsker Hochebene (Sylvenskij Krjash) liegt.
Man muss unterstreichen, dass obwohl die Geländeform und das Florenreich zu den wichtigsten landschaftsbildenden Komponenten gehören und die äusserliche Individualität jeder einzelnen Landschaft bestimmen (auf dem Territorium der Region sind  mehr als 30 ausgegliedert), ein bedeutender Anteil der Geländebesonderheiten mit den Besonderheiten ihrer geologischer Struktur verbunden ist. Die in die Erdfalten zerknitternten umgestalteten und sedimentären Gesteine des Bergurals wechseln sich auf der Russischen Ebene mit der paläozoischen Sedimentkappe, auf derer Oberfläche die Ablagerungen meist der Permischen Periode sind. Der Bestand der Berggesteine begrenzt sich auf Argillite, Allevrolite, Sandsteine, Konglomerate und einige andere terrigene Unterschiede, die in der Regel eine Flussherkunft haben (Alluvien von  Urflüssen). Sie gehen deshalb bei der physischer Verwitterung ( in der Abhängigheit vom Bestand der Grundgesteine) in bodenbildende Sand-, Letten- oder Lehmmassen von einigen Zentimetern bis einigen Metern über.

Im Südosten der Region sind bedeutende Territorien mit den Karstgesteinen vertreten: Kalksteinen, Dolomiten, Gipsen, Anhydriden. Unter dem Einfluss von exogenetischen Vorgängen haben hier verschiedene Karstformen des Geländes ihre Entwicklung bekommen, die bedeutend die Landschaftsgestalt dieser Zone beeinfiussen.

Was die Landschaftsstruktur der Region bedeutend erschwert und mit ihrer geologischen Vergangenheit verbunden ist, besteht es in der Genesis der jüngsten Sedimenten – der Quartären Sedimenten. Es ist bekannt, dass die Speicherung dieser Gesteine in verschiedenen Teilen von Prikamje nicht gleichmässig und mit verschiedener Intensivität geschah und sich unter dem Einfluss von verschiedenen Vorgängen befand. Deshalb unterscheidet sich ihr Bestand von Ort zu Ort ziemlich stark: von Splitten und Sanden bis Lehmen und Torfen, von einigen Zentimetern bis Dutzenden und sogar Hunderten Metern (Sohlen der zwischenmontanen Kässeltäler, Urtäler von grossen Flüssen).

Als  Ergebnis der Zusammenwirkung von den regionalen Klimabesonderheiten (des Mesoklimas), der geologischer Struktur, der Geländeform und der Pflanzendecke hat man die räumliche Differenzierung des Territoriums auch nach den Eigenschaften von den anderen Naturkomponenten – Böden und Oberflächenwässern bekommen. Zum Beispiel schliesst das Niveau von Bodenarten in der Region solche nach ihren Eigenschaften unähnliche Abbildungen wie Podsolböden und Schwarzerden ein, und die Dichte des Flussnetzes unterscheidet sich bedeutend von 2,0 – 3,0 km/km² bis zu  Nullwerten ( der Zentralteil der Ufimsker Hochebene). Die Landschaft, die alle individuelle Besonderheiten von den Geosystemen des topologischen Niveaus  in eine neue territoriale Gemeinschaft vereinigt, gilt als die taxonomische Grundeinheit der landschaftlichen Differenzierung der Region Perm. Wie die Landschaftskartierung und ihre weitere Klassifikation ( nach Nasarov, 1996) gezeigt haben, bilden diese Geosysteme in Prikamje 3 Typen (Taiga-, Untertaiga- und Waldsteppetypen), 2 Klassen ( Tal- und Bergklassen) und 18 Landschaftsarten. Ausserdem wählt man im Hauptbestand der taxonomischen Systematisierungsniveaus die Untertype und die Unterklassen von Landschaften (Bild 3).


A.G.Voronov, N.N. Nasarov, S.A.Ovesnov, K.K. Skriptschinskij.